Titel: Non(n)sens – Eine himmlische, knallbunte Musical-Komödie
Ort: Coupé Theater Berlin, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin, U3/U7 Fehrbelliner Platz
Startdatum: 2009-05-22
Enddatum: 2009-07-18
Beschreibung:
Fünf fidele Nonnen müssen Geld für die Beerdigung ihrer Schwestern auftreiben, die durch eine Fischvergiftung ums Leben gekommen sind. Sie organisieren eine Benefizvorstellung, in der sie zu Showstars werden. Das Resultat ist eine knallbunte Revue mit viel Komik, schmissigen Musiknummern, Herz und Elan.
Non(n)sens von Dan Goggin wurde 1985 in New York uraufgeführt, erhielt sämtliche Musicalpreise (u.a. Best Broadway Musical) und ist eines der erfolgreichsten Musical überhaupt.
Das Kultmusical vom Broadway im Coupé Theater Berlin.
Regie und Choreografie: Sebastiano Meli
Vorstellungsbeginn: Fr, Sa 19:30 h / So, Mo 17:30 h
Kartenvorbestellung:
Neue Berliner Scala 62 72 32 75
Ticket Online 308 785 685
Eventim 479 974 77


(14 Bewertung(en), durchschnittlich: 3,50 von 5 Sternen)




Das Coupe Theater hat wirklich immer schöne, sehr fein inszenierte Veranstaltungen. Ein echter Geheimtipp! Habe dort auch schon das Piaf Musical gesehen und war sehr angetan.
Ich sehe natürlich – schon von Berufs wegen – all die Mühe, den Schweiß und das Engagement. Und bin stets gerührt.
Doch muss ich sagen, dass ich Non(n)sens aus vielerlei Gründen nicht gelungen finde.
- Keine Story, keine Handlung im Stück, es wird lediglich eingangs ERZÄHLT warum jetzt eine Nummernrevue kommt
- So erscheint das Stück auch nur wie eine solche
- Teilweise schlechte schauspielerische und gesangstechnische Leistung der Mitwirkenden; Mutter Oberin stellt alles nur über die Lautstärke her, schreit jedermann an auch wenn sie was Nettes zu sagen hat, der Text erscheint auswendig gelernt, deshalb versteinert das Publikum und ihre Exzesse beim „High werden“ werden nur noch als peinlich empfunden. Sie spürt das natürlich, wird aber nur noch lauter, anstatt Facetten zu zeigen
- Warum müssen die Nonnen plötzlich englisch singen?
- Was wird mit dem Spenden-Körbchen, in das die Gäste (mehr oder weniger) eingelegt haben? Das kann die Regie doch nicht einfach so im Sande verlaufen lassen?!
- Warum muss auf dem „Ständer“ mehrfach herum gehackt werden? Hält man das Publikum für doof, dass es die Anspielung nicht gleich versteht?
- Muß wirklich gegen Ende auf abgedroschene Kirchenwitze oder den Papst im Kettenhemd (gähn) zurückgegriffen werden, wo man sich doch anfangs sogar dagegen verwehrt? (was für das Stück hoffen ließ)
- Wenn man sich auch noch aus der Schublade „Puppentheater“ bedient, dann gekonnter und vor allem dem Publikum vermittelnder. Was war das? Ihr alter Ego??
- Die Krönung waren kreischende aufgeschreckte Hühnernonnen ob eines Bildes, auf dem nicht mal ein Geschlechtsteil oder Brüste zu sehen waren, obwohl das mit dem Ständer vorher ausführlich besprochen wurde. Für mich nicht mehr nachvollziehbar.
Insgesamt wirkte das Ganze sehr konstruiert und bemüht und ein erkennbarer oder nachvollziehbarer Handlungsstrang war nicht vorhanden.
Das furchtbare Ambiente des Bürgeramts, der schlechte Prosecco taten ihr Übriges.