Jewish Museum Berlin

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»on.tour – Das Jewish Museum Berlin macht Schule«
Der Tourbus besucht erneut fünf Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Jewish Museum Berlin

© Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jens Ziehe

Am Montag, dem 6. Juli 2009, setzt das Jüdische Museum Berlin seine »on.tour«-Reihe fort: Didaktisch und fachlich geschulte Guides steuern in einem Tourbus mit einer mobilen Ausstellung und einem Workshop im Gepäck in diesem Jahr insgesamt 45 weiterführende Schulen in neun Bundesländern an. Als nächstes Bundesland wird Mecklenburg-Vorpommern besucht, wo der Tourbus schon im Oktober 2008 auf Reisen war und in diesem Jahr vom 6. bis zum 10. Juli wieder zu fünf Schulen fährt.

Seit seiner Eröffnung 2001 haben über eine Million Kinder und Jugendliche das Jewish Museum Berlin besucht. Um noch mehr Jugendliche zu erreichen, geht das Jewish Museum Berlin seit Juni 2007 deutschlandweit »on.tour«. Inzwischen hat »on.tour« alle 16 Bundesländer bereist und neben den mehr als hundert Schulen auch die Jugendstrafanstalt Berlin besucht. Auf Grund der großen Nachfrage der Schulen bereist der Tourbus in diesem Jahr neun Bundesländer zum zweiten Mal. Auf dem Schulhof und im Klassenzimmer laden die Museumspädagogen Real- und Hauptschüler sowie Gymnasiasten zum Gespräch über deutsch-jüdische Geschichte und zum Nachdenken über jüdische Identität ein.

Seit dem Start im Sommer 2007 hat das mobile pädagogische Projekt an den Schulen Lehrer und Schüler gleichermaßen begeistert. »Wir haben sowohl aufgeschlossene und neugierige als auch gelangweilte und misstrauische Jugendliche in den Schulen getroffen. Bei fast allen konnten wir in den Workshops und mit der mobilen Ausstellung Interesse für jüdische Geschichte, Kultur und Religion in Deutschland wecken«, fasst Tanja Petersen, Leiterin der Bildungsabteilung, die Erfahrungen der zweijährigen Tour durch alle 16 Bundesländer zusammen. Oft sei es die besondere Ansprache, die die Kommunikation mit den Jugendlichen in Gang setzt: »Alle Fragen sind erlaubt – es gibt keine Tabus«.

Für seine innovative pädagogische Arbeit an den Schulen wurde das mobile Bildungsprojekt »on.tour« als »Ausgewählter Ort 2009« im Land der Ideen ausgezeichnet – eine Initiative der Bundesrepublik und Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 100. Schulbesuchs von »on.tour« mit Minister Henry Tesch, Präsident der Kultusministerkonferenz, an einer Schule in Berlin-Neukölln statt.

Die mobile Ausstellung Deutsch-jüdische Geschichte on.tour Die mobile Ausstellung wird auf dem Schulhof oder im Schulgebäude aufgebaut. Fünf robuste und flexibel einsetzbare Ausstellungswürfel mit 16 Vitrinen und leicht verständlichen Texttafeln geben Einblick in die jüdische Geschichte und Lebenswelt. Anhand von Alltagsgegenständen und Zeremonialobjekten werden die Themen »Jüdischer Alltag«, »Leben und Überleben«, »Chancen und Diskriminierung« und »Feste feiern« vorgestellt. So verweisen beispielsweise koschere Gummibärchen, die mit dem Stempel des Rabbinats versehen sind, auf die jüdischen Speisegesetze. Das Spannungsfeld im 19. Jahrhundert zwischen dem Wunsch nach Anerkennung und Chancengleichheit einerseits, Berufsverboten und Diskriminierungen andererseits wird beispielhaft an den Lebensgeschichten des Kondomfabrikanten Julius Fromm und des berühmten Physikers und Weltbürgers Albert Einstein deutlich. Die Verknüpfung der deutsch-jüdischen Geschichte mit der Lebenswelt der Schüler soll auch Lust auf einen Besuch des Jewish Museum Berlin machen.
Der Tourplan 2009
Berlin: 19. Januar bis 23. Januar
Bildungsmesse »didacta« 2009, Hannover: 10. Februar bis 14. Februar
Niedersachsen: 16. Februar bis 20. Februar
100. »on.tour«-Besuch, Berlin: 18. März
Nordrhein-Westfalen: 23. März bis 27. März
Bayern: 20. April bis 24. April
Baden-Württemberg: 4. Mai bis 8. Mai
Rheinland-Pfalz: 15. Juni bis 19. Juni
Mecklenburg-Vorpommern:
6. Juli an der Europaschule Gymnasium Teterow
7. Juli am Gymnasium am Tannenberg in Grevesmühlen
8. Juli an der Regionalen Schule und Gymnasium Rövershagen
9. Juli an der Ostseeschule Ückeritz
10. Juli am Lilienthal-Gymnasium Anklam
Sachsen: 17. August bis 21. August
Hessen: 31. August bis 4. September

Mit freundlicher Unterstützung von Daimler Financial Services, der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Stiftung Jüdisches Museum Berlin e.V. und Eric F. und Lore Ross. Gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

© Jüdisches Museum Berlin

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