20 Jahre Berliner Mauer – Fall

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9. November, Berliner Mauerfall

Am 9. November 1989 machte der in der DDR für Medien zuständige ZK-Sekretär Günter Schabowski am Ende einer live im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz um 18:57 Uhr zunächst eher beiläufig unklare Angaben über eine neue Reiseregelung für DDR-Bürger, die sofort in Kräft träte. Um den Druck der Massen zu mindern, ließen die Posten am Grenzübergang Bornholmer Straße um 21:20 Uhr die ersten DDR-Bürger nach West-Berlin ausreisen.

Kurze Geschichte Berliner Mauer

Sonntags, in den frühen Morgenstunden des 13. August 1961, wurden an den Sektorengrenzen zwischen Ost- und West-Berlin provisorische Absperrungen errichtet und an den Verbindungsstraßen zu West-Berlin das Pflaster aufgerissen. Einheiten der Volkspolizei, der Transportpolizei sowie der so genannten Betriebskampfgruppen unterbanden jeglichen Verkehr an den Sektorengrenzen.

Über 100.000 Bürger der DDR versuchten über die  Grenze oder über die Berliner Mauer zu fliehen. Mehrere 100 von ihnen wurden von Grenzsoldaten der DDR erschossen oder starben bei Fluchtversuchen -  ertranken in Gewässern, erlitten tödliche Unfälle oder begingen Selbstmord bei ihrer Entdeckung.

Den Schießbefehl im Sinne einer Verpflichtung zum Todesschuss gab es – juristisch betrachtet – nicht, aber Belobigungen und Prämien für Todesschützen.

In Berlin waren Selbstschussanlagen und Minen, wie an großen Abschnitten der innerdeutschen Grenze (DDR-Bundesrepublik),  nicht installiert.

Gesamtlänge der Grenze zu West-Berlin: 155 km
Innerstädtische Grenze zwischen
Ost- und West-Berlin:
43 km
Grenze zwischen West-Berlin
und der DDR („Außenring“):
112 km
Grenzübergänge zwischen
Ost- und West-Berlin (Straße/Schiene):
8
Grenzübergänge zwischen der
DDR und West-Berlin (Straße/Schiene):
6
Beobachtungstürme: 302
Bunker: 20
Hundelaufanlagen: 259
Kraftfahrzeug-Sperrgräben: 105,5 km
Kontakt- bzw. Signalzäune: 127,5 km
Kolonnenweg: 124,3 km
(Stand 31.07.1989, Lapp/Ritter, Die Grenze, 1997)  

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