Titel: Paul Klee Ausstellung – Das Universum Klee –
Ort: Neue Nationalgalerie, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
Startdatum: 2008-10-31 Enddatum: 2009-02-08
Paul Klee [1879 - 1940]
![Paul Klee [1879 - 1940] Paul Klee](http://www.berlin-mein-berlin.de/Berlin_Blog/wp-content/uploads/2008/12/klee.jpg)
Foto: bpk / Hugo Erfurth © VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Beschreibung:
85 Jahre nach der ersten Klee-Ausstellung der Nationalgalerie präsentiert die Neue Nationalgalerie vom 31.Oktober 2008 – 8.Februar 2009 die Ausstellung mit dem Titel „Das Universum Klee“. Die Ausstellung führt auf eine große Reise durch „Das Universum Klee“ und lässt den Bildkosmos eines der wichtigsten Künstler des frühen 20. Jahrhunderts in fünfzehn thematischen Sektionen erlebbar werden. Der menschliche Lebenszyklus, von Geburt bis Tod, markiert Anfang und Ende des Ausstellungsrundgangs. Zwischen diesen beiden Existenzpolen gehören Kindheit, Eros und Elternrolle ebenso zu den Stationen des Daseins wie Krieg und Krankheit. Theater und Musik, Architektur und Schrift beleuchten die vielen Facetten des kulturellen Lebens. Die Welt der Tiere und der Natur erweitert den Blick auf irdische Existenzformen, während Abstecher in ferne Länder die geografische Weite des Erdballs abstecken. Jedes Ausstellungskapitel bietet einen chronologischen Querschnitt durch das Werk Klees und lässt spezifische Aspekte seiner Biografie aufscheinen. Die Ausstellung findet im Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie statt, deren Architekt Ludwig Mies van der Rohe selbst Klee-Werke sammelte. Ein zentraler Raum der Ausstellung setzt Klee darüber hinaus in Beziehung zu neun Künstlern, die ihm als Orientierungspunkte in der Entwicklung seiner Karriere und seines künstlerischen Selbstverständnisses dienten, darunter Robert Delaunay, Franz Marc, Wassily Kandinsky und Pablo Picasso. Mit diesem Ausstellungsexkurs wird „Das Universum Klee“ um einen in dieser Form noch nie zuvor präsentierten Aspekt bereichert. Die Schau ist dem Andenken des großen Klee-Sammlers Heinz Berggruen gewidmet, der die Vorbereitungen bis zu seinem Tod im Jahr 2007 mit großem Engagement begleitet hat.
BIOGRAPHIE PAUL KLEE
1879 Am 18. Dezember kommt Paul Klee in Münchenbuchsee bei Bern zur Welt. Er ist das zweite Kind des Musiklehrers Hans Klee und seiner Frau Ida (geb. Frick), einer Sängerin. Der Vater ist Deutscher, die Mutter Schweizerin. 1880 – September 1898 Die Familie zieht 1880 nach Bern, wo Paul Klee bis zum Abitur die Schule besucht. Klee zeigt großes Talent als Geiger, entschließt sich aber, bildender Künstler zu werden. Oktober 1898 – Juli 1901 Klee zieht nach München. Seine Bewerbung an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste wird abgelehnt. Zwei Jahre lang besucht er die private Zeichenschule von Heinrich Knirr. Im Oktober 1900 wechselt er für fünf Monate zur Malklasse von Franz von Stuck an der Akademie. Im Juli 1901 kehrt er nach Bern zurück. Oktober 1901 – Mai 1902 Italienreise mit dem Studienfreund Hermann Haller: Rom, Neapel, Florenz. Mai 1902 – September 1906 Klee lebt und arbeitet in Bern bei seinen Eltern, es sind Jahre der künstlerischen Selbstfindung. Im Juni 1906 präsentiert er sich mit der Radierfolge Inventionen auf der Jahresausstellung der Münchener Secession erstmals öffentlich als bildender Künstler. Im Mai 1905 reist Klee nach Paris. Im April 1906 besucht er die Jahrhundertausstellung der Nationalgalerie in Berlin. September 1906 – 1909 Am 15. September 1906 heiratet Paul Klee die Pianistin Lily Stumpf, die er seit 1899 kennt. Sie ziehen nach München. Am 30. November 1907 wird der Sohn Felix geboren. Klee betreut das Kind, während Lily durch Klavierstunden das Familieneinkommen sichert. Ausstellungen von Werken van Goghs und Cézannes hinterlassen bleibende Eindrücke. 1910 Klees erste Einzelausstellung mit 56 Werken im Kunstmuseum Bern ist anschließend in Zürich, Winterthur und Basel zu sehen. Er trifft Alfred Kubin, der ein langjähriger Freund bleibt. 1911 Klee legt einen OEuvrekatalog seiner Werke an, den er bis zu seinem Tod weiterführen wird. Juni 1911 Einzelausstellung in der Modernen Galerie von Heinrich Thannhauser in München. Im Herbst lernt er u. a. August Macke, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter kennen. 1912–1913 Klee trifft Franz Marc, der ein enger Freund wird. Teilnahme an der zweiten Ausstellung von Der Blaue Reiter. Im April 1912 besucht Klee in Paris Robert Delaunay und sieht Werke von Georges Braque, Pablo Picasso und Henri Matisse. Im Herbst 1913 zeigt Klee 22 Werke auf Herwarth WaldensErsten Deutschen Herbstsalon in Berlin. 1914 Klee reist im April mit Macke und Moilliet nach Tunesien. Dort findet er den malerischen »Durchbruch zur Farbe«. Im Mai ist er Gründungsmitglied der Münchener Neuen Secession. Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 1. August. 1915–1918 Marc stirbt im März 1916 an der Front; Macke ist bereits im September 1914 gefallen. Klee wird am 11. März 1916 einberufen und dient bis Ende 1918 ohne Fronteinsatz in Landshut, Schleissheim und Gersthofen. Er kann nebenher malen und zeichnen. Zwei Der Sturm-Ausstellungen in Berlin 1916 und 1917 bringen finanzielle Erfolge. Ende 1918 beendet Klee seine seit 1898 geführten Tagebucheinträge und beginnt mit deren Redaktion. 1919 Klee entwickelt das Verfahren der Ölpause. Nach dem Sturz der Münchener Räterepublik zieht er sich kurz in die Schweiz zurück, wo er Kontakte zur Dada-Gruppe knüpft. Ein dreijähriger Generalvertretungsvertrag mit Hans Goltz’ Galerie Neue Kunst in München garantiert Klee ein jährliches Einkommen. 1920–1922 In Kasimir Edschmids Anthologie Schöpferische Konfession erscheint 1920 »Graphik«, Klees erster grundlegender kunsttheoretischer Aufsatz. Hans Goltz zeigt die bislang größte Klee-Retrospektive mit 371 Arbeiten. Es erscheinen drei Monografien über Klee. Am 29. Oktober 1920 wird Klee als Meister an das neu gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar berufen, 1921 beginnt er seine Lehrtätigkeit. 1923 Im Februar veranstaltet die Berliner Nationalgalerie im Kronprinzenpalais eine große Klee-Ausstellung und erwirbt vier seiner Werke. 1924–1927 Erste internationale Erfolge mit Einzelausstellungen in New York und Paris. Ende März 1924 schließen sich Klee, Kandinsky, Jawlensky und Lyonel Feininger zur Künstlergruppe Blaue Vier zusammen. 1925 publiziert Klee sein Pädagogisches Skizzenbuch. Das Bauhaus siedelt nach Dessau über, wo Klee im Sommer 1926 eines der neuen Meisterhäuser bezieht. Kündigung des Vertrages mit Hans Goltz. 1928–1930 Im Juli 1928 setzt sich Klee in der Zeitschrift bauhaus kritisch mit der wachsenden Tendenz zum Funktionalismus am Bauhaus auseinander. Ende 1928 Studienreise nach Ägypten. Zu seinem 50. Geburtstag wird Klee vielerorts mit Jubiläumsausstellungen geehrt, so beim Museum of Modern Art in New York und bei Alfred Flechtheim in Berlin, der ihn inzwischen vertritt. 1931–1932 Am 1. Juli tritt Klee eine Professur für Malerei an der Kunstakademie in Düsseldorf an und wird dort mit einer großen Einzelausstellung begrüßt. 1932 besucht Klee die Picasso-Ausstellung in Zürich. 1933 Am 30. Januar wird Hitler Reichskanzler. Klee wird am 21. April aus seiner Professur entlassen. Werke Klees werden als »entartete Kunst« auf »Schandausstellungen« gezeigt. Klee schließt einen Generalvertretungsvertrag mit dem Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler in Paris, besucht dort Kandinsky und Picasso. Im Dezember emigrieren Paul und Lily Klee in die Schweiz. 1934 Einzelausstellung in der Mayor Gallery in London. Im Mai besucht ihn Ernst Ludwig Kirchner in Bern. 1935–1936 Die Kunsthalle Bern veranstaltet eine Willkommensausstellung mit Werken Klees und seines Jugendfreundes Hermann Haller. Max Ernst und Walter Gropius besuchen Klee. Ab August 1935 wird Klee von einer postum als Sklerodermie diagnostizierten Erkrankung stark geschwächt. Im Jahr 1936 entstehen nur 25 Werke. 1937 Klees Gesundheitszustand und künstlerische Produktivität verbessern sich. Er bekommt Besuche von Kandinsky und Picasso. Auf der im Juli in München eröffneten Ausstellung Entartete Kunst sind mindestens 15 Werken Klees zu sehen. 102 seiner Werke werden von den Nationalsozialisten aus deutschen öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1938 – 1939 Klees Erfolg in den USA steigt, unterstützt von Karl Nierendorf, der ihn nun allein in Nordamerika vertritt, und Curt Valentin in New York. Das Jahr 1939, in dem Klee seinen 60. Geburtstag feiert, wird mit 1253 Werken sein produktivstes. 1940 Das Kunsthaus Zürich zeigt Klees Werk der Jahre 1933–1940. Nach einem Kur- und Krankenhausaufenthalt stirbt Paul Klee am 29. Juni in Locarno-Muralto. Auswahl Werke von Paul Klee (Bilder):

- Paul Klee Rosengarten, 1920,44 Ölfarbe und Feder auf Papier auf Karton 49 x 42,5 cm Städtische Galerie im Lenbachhaus, München © VG Bild-Kunst, Bonn 2008
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- Paul Klee [1879 - 1940] Versiegelte Dame, 1930,62 Feder und Aquarell auf Papier auf Karton, 49 x 35 cm Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen © VG Bild-Kunst, Bonn 2008

- Paul Klee [1879 - 1940], Betrachtung beim Frühstück, 1925,113 Aquarell und Gouache auf Papier auf Karton 23,5 x 28,2 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen © VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Besuchereingang Neue Nationalgalerie Potsdamer Straße 50 10785 Berlin-Tiergarten Information Kulturforum Potsdamer Platz: +49(0)30 – 266-2951 Rollstuhlgeeignet Öffnungszeiten
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Fr 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Sa 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
So 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
Nachtrag 22.01.2009: Verlängerte Öffnungszeiten am letzten Ausstellungswochenende! Fr: 6.02.2009 10 – 24 Uhr Sa:7.02.2009 10 – 24 Uhr So:8.02.2009 10 – 24 Uhr
Verkehrsverbindungen
U-Bahn U2 (Potsdamer Platz) S-Bahn S1, S2, S25 (Potsdamer Platz) Bus M29 (Potsdamer Brücke); M41 (Potsdamer Platz Bhf / Voßstraße); M48, M85 (Kulturforum); 200, 347 (Philharmonie)
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